Es war Samstagabend. Ein gewöhnlicher Abend, so wie immer...dachte ich zunächst.....! Frauchen saß auf dem Sofa und guckte TV. Es war so ungefähr 22 Uhr. Ich lag ebenfalls auf dem Sofa, rechts von Frauchen, und schlief ein wenig. Ich wurde so langsam wach, richtete mich auf und räkelte mich, da merkte ich plötzlich, wie ich vorn am Bauch zwischen den Vorderläufen gekrault wurde. Ich erschreckte mich ungemein. Mir gefiel das im Moment gar nicht, und ich wendete vollautomatisch einen meiner mir angeborenen Katzeninstinkte an: ich biss kräftig in das Teil, das mich da kraulte. Der Biss war wirklich gelungen, ich war stolz auf mich. Ich hörte nur nur einen lauten Schrei von Frauchen.....ja kann sein, dass es ihre Pfote war, in die ich da biss.....aber das störte mich eigentlich nicht weiter. Wer mir im falschen Moment zu nah auf die Pelle rückt, wird halt gebissen....uraltes Katzengesetz. Nun gut, ich nahm an, dass sich die Sache mit diesem einen Schrei erledigt hatte, ist bei uns Katzen jedenfalls so. Wir dramatisieren rein gar nichts.......bei Frauchen sollte es sich wohl anders entwickeln. Sie guckte ständig auf ihre Pfote und sagte immer wieder: "Au, man schitte, tut das weh! Scheiß Kater!" Sie kriegte sich gar nicht mehr ein, erzählte es auch den Leuten aus dem viereckigen Kasten, vor dem sie ewig sitzt. Mittlerweile hatte sie sich das Pfötchen schon bandagiert. Nun gut, es war mittlerweile nachts 2 Uhr, und wir legten uns schlafen. Am nächsten Tag, ich hatte die Sache schon völlig vergessen, da jammerte Frauchen immer noch herum. Die Pfote hatte sich wohl entzündet und wurde dick, außerdem lief so ein lustiger roter Strich den Pfotenrücken entlang nach oben. Ihr müsst wissen, Frauchen hat kein Fell, da sieht man das ganz deutlich. Interessiert wollte ich Kontakt zu Frauchen aufnehmen, aber sie scheuchte mich nur weg: "Geh, hau ab!" sagte sie immer wieder. Das verstand ich gar nicht. Frauchen griff zu so einem Knochen, den hält sie sich manchmal ans Ohr und redet dadurch mit Leuten. An diesem Tag tat sie es auch und verließ anschließend das Haus, um in ein Krankenhaus zu fahren. Ich fand das alles irrsinnig spannend. Was machte sie da? Nach einer reichlichen Stunde war sie wieder Zuhause, und ihr Pfötchen war totaaaaaal dick eingewickelt, sah richtig gut aus. Und sie hatte Tabletten bekommen, die sahen aus wie kleine Raketen, genial!!!! Und sie wurde auch 2 mal gepiekt...in den Hintern. Ich checkte: Ahh.....Frauchen war da, wo ich auch manchmal zum Pieken hinmuss. Hatte sich denn die Sache nun erledigt? Nein......immer noch nicht. Frauchen hielt mir immer die große bandagierte Pfote vor die Augen und sagte: "Da guck!!! Du bist schuld!"......Ich verstand das nicht....wie?...Ich bin schuld? Nein, ich bin Mecki! Sollte ich umbenannt werden? Ich liess Frauchen einfach in Ruhe, sie fuhr nun 5 Tage lang, jeden Tag in das Krankenhaus, und wenn sie mir im Häuschen begegnete, machte sie einen Bogen um mich. Nach ca. 7 Tagen war sie wieder kompromissbereit: wir knobelten neue Grenzen aus, wann man mich wie anpacken darf, und nun ist wieder alles bestens. Wir kommen wieder super miteinander zurecht und Frauchens Pfötchen ist wieder total gesund. Aber ich muss schon sagen, Menschen sind echt anstrengend und kompliziert. Da beiss ich mich doch lieber mit ner Katze. Die stellen sich nicht so an, ich auch nicht. Ich kam schon mit gespaltenem Augenlid nach Hause, blutenden Ohren, blutendem Hinterlauf....und ein paar andren Kleinigkeiten. Alles kein Thema, das Einzige was dann nervt, ist Frauchen: " Meckiiiiii...oh je, was ist mit Dir?" Naja, Menschen halt! Eins kann Frauchen jedenfalls sehr, sehr gut! Mir täglich mehrmals total leckeres Fresschen hinstellen.......so, ich hau jetzt erstmal rein. Bis dann......Euer Mecki |