Wie es weiterging...
Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2013, und ich, der Mecki, melde mich
nach Langem mal wieder zu Wort.
Ab dem Jahr 2006, genauer gesagt ab Mai 2006, bekam das Häuschen meines Frauchens neue
Eigentümer.
Alles wurde monatelang von grundauf renoviert, und Frauchen und ich waren davon gestresst.
Die Dinge sollten sich ab nun für uns nicht mehr gut entwickeln. Frauchen machte in den
kommenden Jahren privat und gesundheitlich auch noch einige schlechte Erfahrungen, mit
denen sie wohl nicht klar kam und wurde depressiv. Im Jahr 2009 wurde sie über viele,
viele Monate sehr schwer krank und bekam zudem gegen Ende des Jahres auch noch die
Kündigung für ihre Wohnung.
Wir bekamen es wirklich knüppeldicke.
Was sollte nun aus mir werden? Frauchen suchte angestrengt nach einer
Wohnung, die wieder so ein sollte wie das Häuschen.
Aber sowas war beim besten Willen nicht zu finden. Stattdessen fand sie nur normale
Mietwohnungen in größeren Häusern. Ihr blieb nichts anderes übrig als irgendwann kurz
vor Toresschluß so eine dumme Wohnung anzumieten.
Sie fragte mich: "Mecki...was willst Du nun? Möchtest Du sterben, indem Du
eingeschläfert wirst, oder möchtest Du etwa in ein Tierheim, oder ist es Dein Wunsch
hier weiter in der Gegend um das Häuschen herum zu leben?
Du bist ein Freigänger. Ich weiß, Du willst und kannst nicht mehr in einer Wohnung
leben!"
Wie recht Frauchen doch hatte. In einer Wohnung würde ich verrückt. Da
fange ich das Beißen an. Das weiß Frauchen.
Wofür ich mich entschied, war klar. So machten wir es dann auch.
Es war das Beste für mich und für Frauchen!
Und manchmal sehe ich Frauchen, wenn sie von Weitem kommt und hier entlangwandert.
Ganz, ganz selten sehe ich sie mal.
Sie hat es leider seit dem Verlassen des Häuschens nie wieder richtig gut gehabt, da sie
bis heute keine neue
schöne Hütte gefunden hat. Sie zieht von einer Hütte zur anderen.
Und ab und zu kommt sie hier vorbeigewandert...natürlich nur unten auf dem Hauptweg.
Sie bringt mir auch immer was mit.
Ein Leben haben wir irgendwie nicht mehr; wir schlagen uns durch aber geben die Hoffnung
nicht auf.
Frauchen würde wieder gerne für mich Dosen öffnen, und ich würde so gerne bei Frauchen
futtern.
Frauchen wohnt derzeit sogar wieder ganz ganz in der Nähe. Aber sie hat diesmal eine ganz
besonders schlechte Hütte erwischt und sieht zu, so schnell wie möglich wieder dort
wegzukommen. Normalerweise hätte Frauchen so eine Hütte, wie sie jetzt hat, sowieso nie
angemietet, aber sie war verblendet. Sie wollte die Vergangenheit anmieten...und das kann
man nicht. Das weiß sogar ich, ...und jetzt auch Frauchen.
Sobald es Neues gibt, und ich womöglich Frauchen mal sehe, melde ich mich sofort...
Euer Mecki
Update: Wir haben es nicht geschafft. Ich werde Frauchen wiedersehen, wenn sie ebenfalls über die Regenbogenbrücke
gegangen ist.
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